Strategierisiken
Das sichtbare Risiko der DPP-Nicht-Compliance ist ein Bussgeld; die tieferen Risiken sind kommerziell. Eine versäumte Frist eines delegierten Rechtsakts kann den Rückzug der betroffenen Produktreihe vom EU-Markt für die Dauer des Verstosses bedeuten, mit Folgen für Distributor-Beziehungen und Regalplatz. Lieferanten-Non-Compliance kaskadiert nach oben: Wenn ein Tier-2-Lieferant Recyclatanteile nicht belegen kann, fällt die Pflicht auf die Marke zurück. Auditbefunde tragen Reputationskonsequenzen, verstärkt durch die Empowering-Consumers-Richtlinie und die Green-Claims-Richtlinie. Unsere Beratung ist auf diese Risikoflächen kalibriert, nicht nur auf die Oberfläche der Pass-Ausstellung.
Die meisten DPP-Programme scheitern nicht im Headquarter, sondern in der zweiten und dritten Lieferantenebene. Unsere Berater entwerfen Lieferanten-Aktivierungsprogramme, die das Onboarding von zehn strategischen Lieferanten ebenso bewältigen wie das skalierte Onboarding von tausend langtailigen Lieferanten. Wir definieren das minimal lebensfähige Datenpaket, schreiben die Lieferantenkommunikation in der jeweiligen Landessprache, gestalten den Eskalationspfad bei Datenverweigerung und richten die kommerziellen Hebel ein — Vertragsklauseln, Zahlungstrigger, Bevorzugung im Vergabeverfahren. Wir trainieren Ihre Einkäufer, datentechnische Anforderungen ohne Beziehungsabbruch durchzusetzen, und wir richten ein Lieferanten-Helpdesk ein, das die ersten sechs Monate des Rollouts durch unsere Berater betrieben wird.

