Der EU-Produktpass ist keine einzelne Frist - er ist eine fortlaufende Sequenz branchenspezifischer Daten, und die Verwechslung beider ist der häufigste Planungsfehler, den wir sehen. Zwei verschiedene Rechtsmotoren treiben den Rollout an. Der erste ist die Batterieverordnung (EU) 2023/1542, deren Batteriepass-Pflicht nach Artikel 77 ab dem 18. Februar 2027 verbindlich ist - für Elektrofahrzeugbatterien, Batterien für leichte Verkehrsmittel und Industriebatterien über 2 kWh, die auf den EU-Markt gebracht werden -, eine harte, nicht indikative Frist. Der zweite ist die Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR), Verordnung (EU) 2024/1781, die am 18. Juli 2024 in Kraft trat und der horizontale Rahmen ist, unter dem der DPP Produktgruppe für Produktgruppe durch delegierte Rechtsakte nach Artikel 4 verpflichtend wird. ESPR selbst legt keine Produktfristen fest; diese entstehen erst, wenn jeder delegierte Rechtsakt veröffentlicht wird. Veröffentlicht hat ESPR den ersten Ökodesign- und Energielabel-Arbeitsplan 2025-2030, von der Europäischen Kommission am 16. April 2025 angenommen, der die ersten prioritären Produktgruppen nennt und indikative - nicht rechtsverbindliche - Zeitpläne für ihre Rechtsakte angibt: Eisen und Stahl um 2026, Aluminium, Textilien und Reifen um 2027, Möbel um 2028 und Matratzen um 2029. Der Plan führt zudem energieverbrauchsrelevante Produkte aus der alten Ökodesign-Richtlinie fort und führt horizontale Anforderungen an Reparierbarkeit und Recyclingfähigkeit ein. Diese Seite ist der Hub: Sie legt die Rahmendaten, die eine verbindliche Branchenfrist und die indikative Arbeitsplan-Sequenz dar und verlinkt dann zu einem eigenen Pillar für jede Branche - Batterien, Textilien, Elektronik, Verpackungen, Spielzeug, Stahl und Aluminium, Reifen und Möbel -, wo die verbindlichen Datenfelder, Konformitätswege und die Integrationsarchitektur für diesen spezifischen Rechtsakt vollständig behandelt werden. Sie ist für Verantwortliche in Compliance, Nachhaltigkeit und Produkt geschrieben, die den DPP über mehr als eine Produktlinie verantworten und einen einzigen, aktuellen Überblick brauchen, wer was bis wann tun muss. Die strategische Kernaussage ist einfach: Das Datenmodell ist branchenübergreifend gemeinsam, also ist der kluge Schritt, jetzt eine Pass-Plattform auf der gemeinsamen ESPR-Basis zu bauen und jeden Branchen-Rechtsakt aufzunehmen, sobald er kommt, statt auf das indikative Datum der eigenen Branche zu warten und sich durch die anschließende Übergangsfrist zu hetzen.