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Verpackungs-DPP

Der Verpackungs-Digitale-Produktpass: ein B2B-Compliance-Handbuch fuer die EU PPWR, den ESPR-Verpackungstrack und die Rezyklatanteils-Pflichten

Von Recyclingfaehigkeitsklassen ueber Mindestrezyklatanteile, Mehrweg- und Nachfuellsysteme bis zum harmonisierten Datentraeger auf jeder Verpackung — die EU baut den Verpackungs-Compliance-Stack um einen Digitalen Produktpass herum auf. Diese Pillar-Seite ist die operative Referenz fuer Verpackungshersteller, Markeninhaber, Abfueller, Importeure und Haendler, die verpackte Waren auf den EU-Binnenmarkt bringen.

Die EU verbraucht jaehrlich mehr als 80 Millionen Tonnen Verpackungen, und Verpackungsabfaelle wachsen seit ueber einem Jahrzehnt schneller als das BIP. Die Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR, Verordnung (EU) 2025/40) wurde Anfang 2025 angenommen und ersetzt die Richtlinie 94/62/EG durch ein unmittelbar geltendes Rechtsinstrument, das jeden Verpackungshersteller, Abfueller, Importeur und Haendler im Binnenmarkt bindet. Sie harmonisiert die Recyclingfaehigkeitsklassifizierung, setzt Mindestrezyklatanteile fuer Kunststoffverpackungen, schreibt Mehrweg- und Nachfuellziele fuer bestimmte Verpackungskategorien vor, verbietet ab 2030 Einwegkunststoffverpackungen in definierten Formaten und fuehrt eine Digitale-Produktpass-Pflicht fuer Transport-, Sammel- und ausgewaehlte Verkaufsverpackungen ein. Die ESPR (Verordnung (EU) 2024/1781) parallelisiert dies mit horizontalen Digitalen-Produktpass-Anforderungen, die auf dieselben Datentraeger, Identifikatoren und Zugriffsstufen konvergieren. Fuer jeden Akteur, der verpackte Waren in die EU bringt, ist die praktische Frage nicht mehr, ob ein Verpackungs-DPP gilt, sondern wie er ohne Verdoppelung des Berichtsaufwands, ohne Bruch der bestehenden PPWR-Stoffberichterstattung und ohne Verlust von Lieferantennachweisen aufgebaut wird.

  • 1994Erledigt

    Richtlinie 94/62/EG verabschiedet

    Die Verpackungs- und Verpackungsabfallrichtlinie 94/62/EG schuf den urspruenglichen EU-Rahmen fuer wesentliche Anforderungen, Schwermetallgrenzen, Recyclingquoten und Herstellerverantwortung. Sie wurde uneinheitlich in den Mitgliedstaaten umgesetzt und erzeugte siebenundzwanzig nationale Verpackungsregime, was der operative Schmerzpunkt ist, den die PPWR loesen soll.

  • 30. November 2022Erledigt

    PPWR vorgeschlagen (COM(2022) 677 final)

    Die Europaeische Kommission veroeffentlichte den Vorschlag fuer eine Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung. Der Text fuehrte harmonisierte Recyclingfaehigkeitsklassen (A, B, C), Mindestrezyklatanteile, Mehrweg- und Nachfuellziele, Beschraenkungen fuer bestimmte Einwegformate und eine explizite Digitale-Produktpass-Pflicht ein.

  • Dezember 2024Erledigt

    PPWR verabschiedet — Verordnung (EU) 2025/40

    Parlament und Rat verabschiedeten die PPWR im Dezember 2024 und der Endtext wurde Anfang 2025 im Amtsblatt als Verordnung (EU) 2025/40 veroeffentlicht. Der Hauptteil der Pflichten tritt 2026 in Anwendung, mit einem stufenweisen Rollout bis 2030.

  • 2026Bevorstehend

    Erste PPWR-Pflichten anwendbar

    Achtzehn Monate nach Inkrafttreten beginnen die ersten Pflichten zu greifen: harmonisierte Kennzeichnung, neue Recyclingfaehigkeitsmethodik, Beschraenkungen ueberschuessigen Leerraums, Lieferantennachweise fuer Rezyklatanteile und die ersten DPP-verknuepften Datentraegerpflichten.

  • 2027-2028Nächste Frist

    Rezyklatanteils-Schwellen + ESPR-Konvergenz

    Mindestrezyklatanteile treten fuer Kunststoffverpackungen in Anwendung: 10% fuer kontaktsensitive Kunststoffverpackungen, 30% fuer PET-Flaschen, 35% fuer andere kontaktsensitive PET. Parallel weiten ESPR-Rechtsakte horizontale DPP-Anforderungen aus.

  • 2030Bevorstehend

    Mehrwegziele + Einwegverbote + voller DPP-Rollout

    Bis 1. Januar 2030 binden Mehrweg- und Nachfuellziele bestimmte Verpackungskategorien. Einwegkunststoff ist in definierten Formaten verboten. Volle DPP-Abdeckung wird ueber Transport-, Sammel- und ausgewaehlte Verkaufsverpackungen erwartet.

Erforderliche Daten

Jedes Feld, das das Verpackungs-DPP-Schema verlangt.

  • Verpackungsidentifikation
    GTIN / SSCC, interne SKU, Verpackungseinheit-Identifikator und Chargennummer
  • Eindeutiger Produktidentifikator (UPI) konform mit ISO/IEC 15459 und GS1 Digital Link URI-Syntax
  • Hersteller- / Konverter-Identifikation
    GS1 GLN, EORI-Nummer, eingetragene Adresse
  • Abfueller- / Markeninhaber-Identifikation + Adresse (PPWR Art. 6-8)
  • Importeur / EU-Bevollmaechtigter + Adresse fuer ausserhalb der EU hergestellte Verpackungen
  • Verpackungsformat
    Verkaufs-, Sammel-, Transport-, Service- oder E-Commerce-Verpackung
  • Materialzusammensetzung
    Stueckliste auf homogener Materialebene mit CAS-Nummern und Massenanteilen
  • Rezyklatanteil in Prozent
    pro Materialstrom (PET, HDPE, PP, Papier, Glas, Aluminium, Stahl)
  • Rezyklatanteils-Nachweis
    ISCC PLUS, RecyClass, EuCertPlast oder gleichwertige Drittzertifizierung
  • Recyclingfaehigkeitsklasse
    harmonisierte PPWR-Klasse (A, B, C) je Format und Materialstrom
  • Design-for-Recycling-Nachweis
    RecyClass-, CEFLEX-, 4evergreen- oder gleichwertige Konformitaet
  • Gefahrstofferklaerungen
    REACH SVHC ueber 0,1% w/w (Artikel 33), CLP CMR-Liste
  • Schwermetallerklaerung
    Blei, Cadmium, Quecksilber, Chrom-VI gemaess Artikel 5 PPWR (Summe <=100 mg/kg)
  • PFAS-Erklaerung
    Verbot absichtlich beigesetzter PFAS gemaess PPWR Artikel 5 (Lebensmittelkontakt)
  • Bisphenol-Erklaerung
    BPA-Verbot in Kunststoffverpackungen fuer Lebensmittelkontakt gemaess Artikel 5 PPWR
  • Lebensmittelkontakt-Konformitaet
    Verordnung (EG) 1935/2004, Verordnung (EU) 10/2011 Konformitaetserklaerung
  • Mehrweg- und Nachfuellsystem
    Zyklusziel, Nachfuellformat, Rueckgabe- und Reinigungsinfrastruktur
  • Kompostierbarkeitserklaerung
    EN 13432, EN 14995 oder OK Compost Konformitaet
  • End-of-Life-Routing
    Trennsammelfraktion, Sortierfraktion, recyclergerechte Entsorgungshinweise
  • Erweiterte Herstellerverantwortung (EPR)
    nationale EPR-Mitgliedschaft und Hersteller-ID
  • Oeko-Modulations-Score
    nationale EPR-Gebuehrenmodulation je Recyclingklasse und Rezyklatanteil
  • Datentraegerspezifikation
    QR-Code (ISO/IEC 18004), DataMatrix oder NFC-Tag gemaess ESPR Anhang III
  • Mehrsprachige Inhalte
    harmonisierte Kennzeichnung und Entsorgungshinweise in allen erforderlichen Sprachen
  • Versionierung, Audit-Trail und kryptografische Verankerung pro Datenfeld-Aenderung

Der Anwendungsbereich ist breiter, als die meisten Konverter zunaechst annehmen. Die PPWR erfasst jede Verpackung, die auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht wird, definiert als jeder Gegenstand, der zur Aufbewahrung, zum Schutz, zur Handhabung, zur Lieferung oder zur Praesentation von Waren verwendet wird, unabhaengig vom Material. Dies umfasst starre Kunststoffbehaelter, flexible Folien, Glasflaschen, Aluminium- und Stahldosen, Wellpappe und Karton, Holzpaletten, EPS-Transitschutz sowie E-Commerce-Mailer, Fueller und Etiketten. Sie erreicht auch weniger offensichtliche Kategorien: Spendersysteme, Einweggeschirr im Lebensmitteleinzelhandel, Geschenkverpackungen, Transportpaletten, IBCs, Faesser und laminierte Mehrmaterial-Verbunde. Die Pflicht laeuft durch die gesamte Wirtschaftsakteurskette: Der Verpackungshersteller traegt die primaere technische Verantwortung; der Abfueller oder Markeninhaber unterzeichnet die Konformitaetserklaerung und traegt die DPP-Ausstellungsverantwortung; der Importeur uebernimmt Abfuellerpflichten bei ausserhalb der EU hergestellten Verpackungen; der Haendler muss Konformitaet und DPP-Verfuegbarkeit vor kommerzieller Freigabe pruefen.

Ein Verpackungs-DPP-Projekt fuer einen mittelgrossen Konverter oder Markeninhaber laeuft typischerweise neun bis fuenfzehn Monate vom Kickoff bis zur ersten konformen SKU. Phase eins (Monate 1-2) umfasst regulatorisches Scoping, Portfoliopriorisierung nach Verpackungsformat und Materialstrom sowie eine Datenluecken-Analyse, die jedes erforderliche DPP-Feld gegen bestehende PLM-, PIM-, ERP- und Lieferantenportal-Quellen abbildet. Phase zwei (Monate 3-5) ist die Datenmodell-Implementierung: Materialstaemme an das PPWR-Vokabular ausrichten, Rezyklatanteils-Nachweisfeeds von ISCC PLUS, RecyClass und EuCertPlast integrieren, Stuecklisten auf homogener Materialebene strukturieren, REACH SVHC- und CLP-Erklaerungen von Lieferanten in IPC-1752A oder gleichwertigem Format aufnehmen und Mehrwegsystem-Metadaten fuer nachfuellbare Formate erfassen. Phase drei (Monate 6-9) stellt die DPP-Plattform bereit: GS1-Digital-Link-Identifikatorerzeugung, QR- oder DataMatrix-Datentraegerdruck, oeffentliche und behoerdenbeschraenkte Zugriffsstufen, Audit-Logging, kryptografische Verankerung und die sichere Aufnahmepipeline. Phase vier (Monate 10-12) ist Integration und Pilot mit einer einzelnen SKU. Phase fuenf (Monate 13-15) erweitert den Rollout ueber das Portfolio mit templatebasierter Skalierung.

Risiken

Was Nichtkonformitaet wirklich kostet.

Risiko

Rezyklatanteils-Schwellenwert-Verstoss

Konsequenz

Ab 2027 erzwingt die PPWR Mindestrezyklatanteile auf Kunststoffverpackungen. Eine Verpackung unter der Schwelle ist nicht konform und exponiert den Abfueller oder Importeur gegen Marktruecknahme, EPR-Gebuehrenstrafen und Reputationsschaden. Rezyklatanteils-Aussagen muessen durch Drittzertifizierung im DPP belegt sein.

Massnahme

Massenbilanz auf Konverterebene, ISCC PLUS oder RecyClass-Zertifizierung pro Rezyklatstrom, automatisierte Aufnahme von Lieferantennachweisen, DPP-basierte Aussage-Validierungs-Engine, die die Ausgabe unter der Schwelle blockiert.

Risiko

Recyclingklassen-Herabstufung oder Fehlklassifikation

Konsequenz

Die PPWR-Methodik klassifiziert Verpackungen in Klassen A, B oder C. Eine C-Verpackung sieht eskalierende EPR-Gebuehren und ab 2030 Marktzugangsbeschraenkungen. Fehlklassifikation exponiert gegen retroaktive Gebuehrenanpassungen, Bussgelder und Haendler-Delisting.

Massnahme

Design-for-Recycling-Bewertung pro Verpackung, Drittverifizierung der Klasseneinstufung, DPP-basierter Recyclingnachweis mit Versionshistorie, Redesign-Workflow bei Materialwechsel.

Risiko

PFAS-, BPA- oder Schwermetall-Stoffverstoss

Konsequenz

Artikel 5 PPWR verbietet PFAS in Lebensmittelkontakt, BPA in Kunststoff-Lebensmittelkontaktverpackungen und begrenzt Schwermetalle auf Summe 100 mg/kg. Ein nicht konformer Liefer-Batch exponiert gegen SafetyGate-Rueckruf, Bussgelder und Klagen unter der Produkthaftungsrichtlinie 2024/2853.

Massnahme

Stoff-Engine-Aufnahme von IPC-1752A-Lieferantenerklaerungen, automatisches Flag gegen REACH Anhang XVII, CLP CMR, PPWR Artikel 5 und PFAS-Verbotsliste, Pre-Shipment-Stofftest-Gating.

Risiko

Oeko-Modulations-Gebuehreneskalation unter nationalen EPR-Schemata

Konsequenz

Jeder Mitgliedstaat fuehrt ein EPR-Schema mit Gebuehren pro Tonne, moduliert nach Recyclingklasse, Rezyklatanteil und stoerenden Designfaktoren. Eine falsch berichtete Verpackung exponiert gegen retroaktive Anpassungen, Strafzuschlaege und Marktzugangs-Stopp. Die Gebuehrenvarianz zwischen Klasse A und C kann den Faktor fuenf ueberschreiten in Schemata wie CITEO, Der Gruene Punkt oder CONAI.

Massnahme

Automatisierte EPR-Schema-Registrierung und -Berichterstattung je Mitgliedstaat, DPP-basierter Nachweistrail fuer jeden Modulationsparameter, vierteljaehrlicher Abgleichs-Workflow.

Risiko

Zollanhaltung an der EU-Aussengrenze

Konsequenz

Ab dem PPWR-DPP-Stichtag pruefen Zollbehoerden den DPP am Eingangshafen ueber die harmonisierte Zoll-DPP-Schnittstelle. Eine verpackte Konsumgut-Ware, deren Verpackungs-DPP nicht aufloest oder Nachweise fehlen, wird vor Ort angehalten. Eine einzelne Anhalte-Woche kann das kommerzielle Jahr einer SKU ausloeschen.

Massnahme

Pre-Shipment-DPP-Vollstaendigkeitspruefung, Zollschnittstellen-Probelaeufe, Rezyklatanteils-Nachweis an jede DPP-Version angehaengt, Backup-Zertifizierungskanal fuer Erneuerungen.

Risiko

Mehrwegziel-Verstoss fuer in den Geltungsbereich fallende Kategorien

Konsequenz

Ab 2030 setzt die PPWR verbindliche Mehrwegziele fuer Transportverpackungen, Take-away-Behaelter und E-Commerce-Verpackungen. Akteure unter Ziel sehen eskalierende EPR-Gebuehren, Marktzugangsbeschraenkungen auf Einwegformate und Reputationsexposition. Die Mehrweginfrastruktur erfordert mehrjaehrige Kapitalzusagen.

Massnahme

Mehrwegsystem-Metadaten im DPP mit Zykluszaehlung, Rueckgabe-/Reinigungs-Infrastrukturreferenzen, Pooling-Betreiber-Identitaet, Portfolio-Mehrwegquoten-Dashboard.

Beschaffungs-Checkliste

Pruefen Sie jede Verpackungs-DPP-Plattform daran.

  • Stellt die Plattform einen UPI auf Verpackungseinheits- und Chargenebene gegen GS1 Digital Link aus?
  • Druckt oder NFC-codiert sie den Datentraeger auf Verpackung, Sammeleinheit und Transporteinheit wie es die PPWR erlaubt?
  • Nimmt sie Rezyklatanteils-Nachweise von ISCC PLUS, RecyClass, EuCertPlast und gleichwertigen Zertifizierern auf?
  • Fuehrt sie Design-for-Recycling-Bewertung gegen RecyClass-, CEFLEX- und 4evergreen-Richtlinien mit automatischer Klassenzuweisung durch?
  • Laeuft sie automatisierte Stoff-Engine-Pruefungen gegen REACH Anhang XVII, CLP CMR, PPWR Artikel 5 und PFAS-Verbotsliste?
  • Behandelt sie die harmonisierte PPWR-Kennzeichnung in allen erforderlichen Sprachen?
  • Integriert sie nationale EPR-Schemata (CITEO, Der Gruene Punkt, CONAI, Ecoembes, Fost Plus) fuer Registrierung, Berichterstattung und Gebuehrenabgleich?
  • Stellt sie gestaffelten Zugriff (oeffentlich, behoerden-nur, recycler-nur) bereit?
  • Verankert sie kryptografisch jeden DPP-Datensatz, sodass Manipulation beim ersten Lesen erkennbar ist?
  • Foederiert sie gegen ESPR-Produkt-DPPs, sodass ein QR sowohl zum Produkt- als auch zum Verpackungspass aufloest?
  • Behandelt sie Mehrwegsystem-Metadaten fuer nachfuellbare Formate mit Zykluszaehlung?
  • Pre-flightet sie Marketplace-Listings (Amazon, Otto, FNAC, MediaMarkt, Allegro), sodass nichtkonforme Verpackungen nie publizieren?
  • Setzt sie den DPP Zollbehoerden an der EU-Aussengrenze ueber die harmonisierte Schnittstelle aus?
  • Unterstuetzt sie Change-Control-Workflows, die Konformitaetsbewertung bei Material- oder Tintenwechsel erneut ausloesen?
  • Hostet sie Daten innerhalb der EU unter DSGVO-konformer Infrastruktur?
  • Laeuft sie als Audit-Grade-System-of-Record mit Per-Feld-Aenderungslog, rollenbasiertem Zugriff und SOC-2-Type-II-Nachweis?
  • Veroeffentlicht der Anbieter eine vertragliche Portabilitaetsklausel mit ESPR-registerkonformen Exportformaten?
Fallstudien

Wie Konverter und Markeninhaber voranschreiten.

Branche

Europaeischer Flexible-Packaging-Konverter

Herausforderung

Ein franzoesischer oder italienischer Konverter mit laminierten Mehrmaterialfolien fuer Snack- und Suesswarenmarken ueber 1.800 aktive SKUs. DPP-Prioritaet ist Design-for-Recycling-Bewertung gegen CEFLEX, Rezyklatanteils-Nachweis ueber ISCC PLUS, Stoffkonformitaet bei Tinten und Klebern und Oeko-Modulations-Berichterstattung ueber fuenf nationale EPR-Schemata.

Loesung

Modulare Verpackungs-DPP-Plattform mit CEFLEX-Design-Engine, ISCC PLUS Massenbilanz-Integration, REACH/CLP-Stoff-Engine, Multi-Mitgliedstaaten-EPR-Konnektoren und Chargen-UPI auf GS1-GTIN-Basis.

Ergebnis

Volle DPP-Abdeckung 14 Monate vor dem Stichtag; Oeko-Modulations-Gebuehrenreduktion von 22% durch Klasse-A-Neuklassifizierung; null Zollanhaltungen im ersten Jahr.

Branche

Europaeischer Getraenkemarken-Inhaber

Herausforderung

Ein spanischer oder niederlaendischer Getraenkemarken-Inhaber mit 1,4 Mrd. PET-Flaschen pro Jahr ueber dreissig SKUs. DPP-Prioritaet ist Erreichen der 30%-rPET-Schwelle bis 2027 mit pruefbarem Nachweis, Pfandsystem-Integration in DE, NL und Skandinavien sowie ein einziger kanonischer DPP pro Verpackung.

Loesung

Verpackungs-DPP-Plattform mit ISCC-PLUS-rPET-Massenbilanz, Pfandsystem-Metadatenerfassung, GS1-Digital-Link-QR auf jeder Flasche, mehrsprachige Entsorgungshinweise fuer fuenfzehn Sprachen, Foederation mit dem Getraenke-Produkt-DPP.

Ergebnis

30%-rPET-Schwelle 18 Monate vor Stichtag erreicht; Pfand-Rueckgaberate von 78% auf 94% gestiegen; Haendler-Scorecards (Carrefour, Ahold Delhaize, Rewe) Top-Quartil-Rating.

Branche

Europaeischer E-Commerce-Fulfillment-Betreiber

Herausforderung

Ein deutscher oder polnischer E-Commerce-Fulfillment-Betreiber mit 240 Mio. Paketen pro Jahr ueber fuenfzehn Hubs. DPP-Prioritaet ist Erreichen des 2030-Mehrwegziels fuer E-Commerce-Verpackungen ueber einen wiederverwendbaren Mailer-Pool, ESPR-konforme Verpackungs-DPP-Ausstellung und Integration mit nationalen EPR-Schemata.

Loesung

Verpackungs-DPP-Plattform mit Mehrwegsystem-Metadaten fuer den Mailer-Pool, Zykluszaehlung ueber NFC-Tag-Scans, GS1-SSCC-Traeger auf jeder Transporteinheit, Multi-Schema-EPR-Berichterstattung und Foederation gegen Marktplatz-Produkt-DPPs.

Ergebnis

Mailer-Zyklusrate 4,6 Zyklen pro Einheit 12 Monate vor dem Ziel; Einweganteil von 81% auf 34% reduziert; EPR-Gebuehrenvarianz ueber fuenf Schemata fuer 17% jaehrliche Einsparung optimiert.

Verpackungs-DPP-FAQ

Haeufig gefragt,
zum Verpackungs-DPP.

Wiederkehrende Fragen von Konverter-, Abfueller-, Markeninhaber- und E-Commerce-Teams, die sich auf die PPWR vorbereiten.

Compliance-Briefing buchen
Wann wird der Verpackungs-DPP verbindlich?+

Die PPWR (Verordnung (EU) 2025/40) wurde Ende 2024 angenommen und Anfang 2025 in Kraft gesetzt. Erste Pflichten gelten ab 2026, Rezyklatanteils-Schwellen ab 2027 und volle DPP-Abdeckung bis 2030. ESPR-Rechtsakte koennen verpackungsnahe DPP-Anforderungen vorziehen.

Ersetzt der Verpackungs-DPP Produkt-DPPs unter ESPR?+

Nein. Verpackungs-DPP und Produkt-DPP sind getrennte Objekte mit getrennten Identifikatoren, foederieren aber ueber den Datentraeger und die GS1-Digital-Link-Struktur, sodass ein einziger QR beide aufloesen kann.

Wer ist rechtlich verantwortlich fuer die Ausstellung des Verpackungs-DPP?+

Der Abfueller oder Markeninhaber, der das verpackte Produkt auf den EU-Markt bringt, ist der primaere Wirtschaftsakteur. Der Konverter liefert technische Nachweise. Der Importeur uebernimmt Abfuellerpflichten bei nicht-EU-Herstellung. Haftung kann nicht vertraglich auf einen Softwareanbieter uebertragen werden.

Welchen Datentraeger soll ich auf der Verpackung verwenden — QR, DataMatrix oder NFC?+

Die PPWR erlaubt QR, DataMatrix oder gleichwertige maschinenlesbare Traeger auf Verpackung, Sammeleinheit oder Transporteinheit. Gedruckter QR mit GS1-Digital-Link-Syntax ist der universelle Standard. DataMatrix bei Platzmangel. NFC waechst bei Premium- und Mehrwegformaten.

Wie interagiert der Verpackungs-DPP mit nationalen EPR-Schemata?+

Der DPP wird zum System-of-Record fuer die Daten, die EPR-Gebuehrenmodulation antreiben. Moderne Schemata (CITEO, Der Gruene Punkt, CONAI, Ecoembes, Fost Plus) verlangen zunehmend DPP-konforme Berichtsformate. Eine gut gestaltete Plattform automatisiert Registrierung, Berichterstattung und Gebuehrenabgleich.

Koennen Rezyklatanteils-Aussagen ohne Drittzertifizierung gemacht werden?+

Nein, nicht glaubwuerdig. Die PPWR verlangt Drittzertifizierung unter anerkannten Schemata (ISCC PLUS, RecyClass, EuCertPlast). Unbelegte Aussagen exponieren gegen Greenwashing-Beschwerden unter der Empowering-Consumers-Richtlinie (EU) 2024/825.

Was geschieht mit Verpackungen, die vor dem PPWR-Stichtag in Verkehr gebracht wurden?+

Verpackungen, die rechtmaessig vor dem Stichtag in Verkehr gebracht wurden, koennen unter dem vorherigen Richtlinie-94/62/EG-Regime bis zur Bestandserschoepfung weiterlaufen. Konverter und Abfueller mit neuen SKUs nach dem Stichtag muessen die DPP-Infrastruktur einfuehren.

Unterliegen Mehrweg- und Nachfuellformate denselben DPP-Anforderungen?+

Ja, mit Erweiterungen. Mehrweg- und Nachfuellformate fuehren denselben Verpackungs-DPP und exponieren zusaetzlich Mehrwegsystem-Metadaten: Zyklusziel, aktuelle Zykluszaehlung, Rueckgabe-Infrastrukturreferenzen, Pooling-Betreiber-Identitaet.

Konforme Verpackungs-DPPs in Wochen, nicht Jahren ausstellen

Sprechen Sie mit einem DPP-Automate-Solutions-Architect ueber Ihr Verpackungsportfolio, Ihre Konverter- und Abfueller-Landschaft und Ihren nationalen EPR-Schema-Footprint. Wir bilden PPWR, ESPR-Verpackungstrack, REACH, CLP und Rezyklatanteils-Zertifizierungsanforderungen auf Ihre bestehenden PLM-, PIM- und ERP-Systeme ab.

Seien Sie die Marke,
die bereit ist.